Marokko 2004-2005 - Teil 3

des Tages über gehen - Gemeinsam mit Silvia und Charly den Abend verbringen und auf gutes Wetter für morgen hoffen. Wohnmobile und LKWs werden zur Seite gewunken und PKWs werden auf eine kleine Fähre geladen. Unsere Schweizer verabschiedeten sich von der Railing und wir durften eine halbe Stunde später auf eine etwas größere Fähre. (In Shalah sehen wir sie Silvester bei Sahid in der Dades Schlucht. Termin und Koordinaten haben sie.)
Sobald das Schiff den Hafen verlassen hatte wußten wir auch warum es bis dahin keine Überfahrt gab. Es schaukelte und wackelte sehr heftig. Auf den Schiffsmonitoren stand nur "Please be seated" Diese Aufforderung war jedoch nur proforma. An laufen war eh nicht zu denken. Es fühlte sich an wie Achterbahnfahren (nur ohne Looping). Einige Mitreisende entleerten spontan und ausgiebigst ihren Mageninhalt. Gedanklich sah ich schon einen der Joghurtbecher (Caravane) im Laderaum hin und her springen. Nach gut 50 Minuten wahr dann doch alles vorbei und auch die am stärksten leidenden wurden erlöst. Im Laderaum gab es aber keine Blessuren an Fahrzeugen zu entdecken. Nur einige etwas nervös wirkende Fahrzeugbesitzer.
Da es schon langsam dunkel wurde entschieden wir uns in Ceuta zu übernachten. Vorher jedoch noch einmal Volltanken. Dieses Jahr für 58,4 cent. Unterhalb des Sportplatzes fanden wir eine Übernachtungsmöglichkeit.
Einen Bummel durch Ceuta später begannen wir die Bettruhe.

15.12.04
Noch nicht mahl in Marokko und schon so viel geschrieben. - Grenze. Das Grenzspektakel war uns ja schon aus dem Vorjahr bekannt. Nur das das Grenzhaus frisch gestrichen war und so Schalter 4 nicht mehr zu erkennen war. 40 Minuten später waren jedoch alle Formalitäten ohne irgendwelche Hindernisse überwunden. Es wurde weder nach einem Formular für das GPS, noch nach Unterlagen für Momo gefragt.
Sandra hat sich und Momo (unserem Hund) etwas Strand versprochen. So suchten wir bei Cabo Negro einen Campingplatz am Strand. Der Platz "Al Boustane" war jedoch, auch mit einheimischer Hilfe, nicht auffindbar.
Oued El Malah liegt mitten in der Stadt so das wir weiter fuhren - so das wir uns für Martil (35.36.986N 5.16.201W) entschieden. Der Platz ist jedoch NICHT zu empfehlen. Überall Müll, Glasscherben und Ziegel. Darauf verteil Schrottautos die ausgeschlachtet werden und das einzige Tor zum Strand ist mit einem dicken Vorhängeschloss verriegelt. Von den WCs kaum zu reden. Hier hätte ich nicht mal unser Porta Potti entleert. So entschieden wir uns zur altbekannte Stelle weiter zu fahren. Chefchauen. Hier hat sich doch einiges getan (35.10.553N 5.16.031W). Der Besitzer begrüßte uns freundlich. Wir währen letztes Jahr doch auch hier gewesen. Und noch ein altbekanntes Gesicht. Der Mercedes 911er Fahrer von letzem Jahr steht auch wieder hier. Zurück zum Platz. Das WC ist frisch gestrichen und die Sanitäranlagen für marokkanische Verhältnisse ok (letztes Jahr nicht ganz sooo toll). Sandra und ich freuen uns schon auf eine Dusche und einen ruhigen abend. Kurze Zeit später tauchen jedoch Sylvia und Charly am Platz auf und postieren sich neben uns am Platz.

 



16.12.04
Nach einem entspannten Vormittag wollen wir vier zusammen in die Medina. Etwas Brot kaufen und Geldtauschen. Da wir kein Taxi für vier Personen ergattern laufen wir in die Medina. Die Stadt selbst fasziniert jedes mal aufs neue. Wir durchqueren die engen Gassen und entschließen uns in einem Restaurant ein zu kehren das Sylvia und Charly empfohlen bekommen haben. Von außen sehr unscheinbar und nur durch ein Schild im Eingang zu erkennen. Innen sehr gemütlich. Sylvia erzählt begeistert das die WCs hier super seien. Es gäb sogar Toilettenpapier und warmes Wasser. Weiter durchqueren wir die Medina und wollen langsam wieder Richtung Campingplatz. Jedoch findet sich kein Taxifahrer bei dem wir mit Hund mitfahren dürfen. So laufen wir den Berg hoch bis zum Platz.


 

 

 

17.12.04
Unsere Schweizer ziehen heute weiter Richtung Meknes.
Vorher tauschen wir noch schnell Adressen aus (www.4x4expedition.com). In Shalah sehen wir sie Silvester wieder. Wir machen noch einen Entspannungstag und warten auf unsere Bayern die morgen ihre Fähre nehmen und dann wohl auch hier ankommen werden. Jochen unser Nachbar ist Tattowierer und hat schon sein erstes Opfer gefunden. Auf dem Platz hier herrscht ein reges Treiben. Rundherum wird an Fahrzeugen geschraubt, ich lass mich jedoch davon nicht anstecken.

 

 

 

 

18.12.04
Wir ziehen heute weiter Richtung Fes. Christian rief gestern noch an und teilte uns mit das einer der Mitreisenden im eigenen Truck sich den Fuß gebrochen hat und nun mit dem ADAC auf dem Heimweg sei. So verspätet sich die Ankunft unserer Bayern noch etwas.
So wie es aussieht hat der König etwas Geld über gehabt. Viele neue MAN F 2000 Kipper sehen wir auf dem Weg Richtung Süden. Außerdem gab es wohl Geld für Laserpistolen für die örtlichen Polizisten. So sieht man jetzt häufig Überlandkontrollen. In Fes finden wir schnell unser Ziel. Am örtlichen Macro (Metro) Markt vorbei (34.01.353N 5.03.279W) geht es weiter zum Diamont Vert Camping (38.59.162N 5.01.122W). Hier hat sich nichts getan. Alles soweit in Ordnung. Neben uns ein Ehepaar aus Jena. Kurze Zeit später stellt sich heraus das sie uns letztes Jahr schon in Erfoud gesehen haben. Eine halbe Stunde später trifft ein Pärchen aus Österreich ein, die uns direkt drauf ansprechen das sie uns letztes Jahr in Zagora gesehen hätten. Irgendwie scheint unser Gefährt doch etwas auffällig zu sein.



19.12.04
Nach langem ausschlafen ziehen wir erst ein mal zu Fuß Richtung Medina. Ingo hatte uns ein Foto von einer Zuckerdose mitgegeben. Nun wollten wir versuchen ihm eine Neue (nicht zerbröselte) mit zu bringen. In der Medina wieder das gleiche Spiel. Irgendwelche selbsternannten Guides versuchen sich auf zu drängen. Mit konsequenter Missachtung wird man sie aber schnell wieder los. Einige Stunden später (und auch einige Läden später) erfahren wir bei einem Händler das die Zuckerdose von Ingo wohl aus der Gegend von Safi komme und nicht die Motive aus Fes enthalte. Na gut dann müssen wir an anderer Stelle weitersuchen. Etwas hungrig machen wir uns auf dem Heimweg. Btw die Taxifahrt mit einem Petittaxi von der Medina zum Platz (ca 10km) kostet 24.50 Dirham (ca 2.45 Euro).
Nachdem es langsam dunkel wird ziehen wir uns langsam in unseren LKW zurück. Da wir aber noch nicht müde sind spielen wir noch etwas Karten, jedoch nicht ohne auf ein mal durch klopfen an unsere Tür unterbrochen zu werden. Wir gehen raus und haben schon einen Verdacht. Sylvia und Charly stehen vor unserer Tür. Flux sind die Stühle wieder vor der Tür und der Abend wird mit Bieren aus den unterschiedlichsten Ländern bis in die Nacht geschlossen.

 



20.12.04
Unsere Bayern haben nur Pech. Jetzt ist bei Christian noch der Anlasser kaputt gegangen. Da wir ja jetzt NOCH mehr Zeit haben bleiben wir noch bis mindestens heute abend in Fes. Mit Asis unserem Stadtguide von letztem Jahr hab ich eine Führung durch Fes für heute Mittag verabredet. Unsere Schweizer kennen die Stadt ja noch gar nicht und wir werden sicher auch einiges neues entdecken. Dafür gibt es hier einfach zu viel zu sehen. Bis dahin bleibt noch etwas Zeit, so hab ich noch etwas Zeit das Tagebuch zu aktuallisieren.
Fes Altstadt. Asis zeigt uns viele neue Sehenswürdigkeiten die wir noch nicht kennen. Auch wenn Sandra und ich jetzt schon einige Tage in Fes verbracht haben, so bieten sich immer wieder für uns neue Plätze an. Eine Internat/ Koranschule mit herrlichen Verzierungen. Webereien die noch wie vor 100 Jahren weben, Bäckereien, die obligatorische "Gerberterasse", dazu die Färberstraßen. Die Universitätsbibliothek, die Lederauktion auf der die Schaf und Ziegenfelle zur Weiterverarbeitung angeboten werden usw. Einige Stunden und ca. 1000 Fotos später kommen wir wieder auf dem Campingplatz an.


21.12.04
Eigentlich wollen wir ja noch etwas weiter aber... wir haben keine lust. Charly und ich wollen versuchen im örtlichen Macromarkt (Metro) einen PCMCIA Compaktflashreader zu bekommen. Was sich wer weiß wie schlimm anhört ist nur ein Lesegerät für eine Digitalkamera, welches in Deutschland oder auch der Schweiz an fast jeder Ecke für 10 Euro zu bekommen ist.
Wir laufen die Straße entlang um ein Taxi zu bekommen. Irgendwie haben wir wieder Glück und es kommt natürlich kein Taxi. So schmieden wir Pläne einen Esel zu kapern und ganz selbstverständlich den Esel vorne am Markt an zu binden während wir shoppen. Irgendwann ergattern wir dann doch ein Taxi. Im Macro Markt entdecken wir dann auch die Computerabteilung. Normale Reader können wir haben, jedoch nicht für den Laptop. So schmieden wir neue Pläne. Sandra hatte mir noch aufgetragen einen neuen Teekessel mit zu bringen. Der ist schnell gefunden. Da wir dann aber doch nicht mit leeren Händen zurück kommen wollen, entschliessen wir uns noch jeder ein Sixpack Flag Pils mit zu nehmen. So treten wir dann die Heimreise zu unseren Mädels an. Da wir wieder mal kein Taxi finden, nehmen uns einige Einheimische mit holländischem Kennzeichen mit bis zum Taxistand. Etwas zwielichtig und mit Sicherheit sehr stoned. Auf holländisch war auch so etwas ähnliches wie Konversation mit einem von Ihnen möglich. Eine sehr kurze Taxifahrt später kommen wir auf dem Campingplatz an. Schnell beginnt der noch gemütlichere Teil des Abends. Im Schein unserer Petromax kochen wir wieder gemeinsam auf unserem Marokkokocher und der ein oder andere Rum wandert in die trockenen Kehlen. Zwischen durch versuchen Charly und Sylvia uns dann immer mal wieder davon zu überzeugen mit ihnen nach Südafrika zu fahren.
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