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(Gilbert) Mittwochabend
18.30 starteten Gilbert und Julia in den Osten. Die erste Übernachtung
nähe Warburg gegen 23 Uhr. Donnerstag 16 Uhr Ankunft in Radebeul bei
Dresden. Auf der Fahrt keine technischen Probleme. Im Angesicht der Spritpreise
kam mir die Idee in der Metro einfach 100% Pflanzenöl dem Biodiesel
beizumischen. Gesagt, getan, an einem in der nähe von Moritzburg liegenden
Campingplatz wurde getankt, 40 Liter Öl auf 50 Liter Biodiesel. Nach
einigen Besichtigungen im Umkreis von Radebeul mischte sich das Zeug mit
dem Biodiesel, am Samstagmorgen startete der Motor nicht mehr. Mit Propangas
aus der Flasche heizte ich direkt mit offener Flamme die Ansaugkanäle
auf. Dann ließ ich das Gas einströmen und brachte es zur Explosion,
der Motor zeigte aber keine Reaktion beim Startversuch! Es fehlte immer
ein ticken bis zum Flammpunkt. Da wir wussten das unser Reisbegleiter gegen
Nachmittag eintreffen, unternahmen wir auch nicht den Versuch zu Fuß
Diesel im Kanister zu holen. Gegen Nachmittag waren alle Batterie-Ressourcen
ausgeschöpft und es stand fest, dass wir den MAG nicht mehr ohne fremde
Hilfe an bekommen. Eine gewisse Resignation schlich sich ein, da wir unseren
Truck eigentlich für autark hielten! Man lernt halt nie aus! Im nachhinein
ist mir die Situation völlig klar, der Flammpunkt ist durch das mischen
zu hoch. Aber die Rettung nahte.
(Anreise
aus Steffs Sicht) Olaf und Ich hatten uns in Warburg bei Kassel verabredet.
Da ich etwas früher von der Arbeit kam und mit dem Packen relativ
schnell voran kam, wahr ich etwas früher auf der Autobahn. Olaf wahr
etwas entsetzt das ich schon unterwegs war. "Ich hab' doch um 18.00 noch
ein Termin beim Frisör". Hmmm. 10 Minuten später ein Anruf.
Wieder Olaf: "OK, ich hab' den Frisör ab gesagt!". Na ja, wir haben
ja schließlich unsere eigene Frisörin dabei. - Fast zeitgleich
kamen wir in Warburg am Rast,platz an. Jetzt hieß es Felix in Bad
Hersfeld einsammeln. Da der Autohof nicht direkt an der BAB liegt und
Felix den Hof nicht kannte ist er erst einmal vorbeigerauscht. Eingefangen
haben wir ihn dann kurz vor der alten Grenze nach Ostdeutschland. Da wir
alle noch relativ fit waren und noch "heiß" aufs Fahren, ging es
erst einmal weiter. Olaf
als Pacer mit 78km/h (oder Deltamax -2). Nachdem wir in einem Industriegebiet
bei Erfurt einen Schlafplatz bzw. Parkplatz fanden ging es dann gegen
00.00 in die Kojen.
Am Nächsten
Morgen guckten alle etwas verfroren aus der Wäsche. Nachts gab es
Minusgrade. Nach einem ausgiebigen Frühstück (Eine Tasse Kaffe
muss reichen) ging es weiter auf die Bahn. Zumindest haben wir versucht
auf die Autobahn zu gelangen. Olaf fuhr zielsicher zwei mal an der Auffahrt
vorbei. Und das, obwohl er ein Navi hat. (Olaf) Wir wollten ja schließlich
auch was vom Land sehen...(Steff) Kurze Zeit später der erste Hilferuf
von Gilbert. Der MAG springt nicht mehr an. Na ja wir waren ja schon auf
dem Weg. FAST! Kurz danach rief Felix an. Ich hab' keine Leistung mehr.
Da er seinem Motor vor zwei Wochen erst neue Kolben und Laufbuchsen spendiert
hatte, war seine Verzweiflung nicht zu übersehen. Nach etwas Ratlosigkeit
und mindestens 100 verschiedenen Theorien fanden wir den Fehler jedoch.
Der Auspuff direkt hinter dem Turbo hatte sich gelöst. Eigentlich
hielt er so an den letzten Windungen der Befestigungsschrauben. Obwohl
es uns nicht klar werden wollte, warum der Motor dadurch keine Leistung
hatte, war es des Rätsels Lösung. Auf einer Genossenschaftstankstelle
mitten im Nirgendwo fasten wir noch etwas Sprit nach und weiter ging es
Richtung Radebeul.
(Gilbert)
Gegen 15 Uhr traffen die Retter ein. IfaFelix lud mit seinem Moppel (
24 Volt Lader mit Verbrennungs- Motor) meine Batterien. Ich pumpte 20
Liter reinen Diesel in die Einspritzanlage und siehe da der Motor startet.
Nach Umklemmen der Leitungen auf den Haupttank, im schnell mach ab und
klemm an Verfahren, lief der Motor. Am Sonntag dann zur Tankstelle und
40 Liter Benzin und dan bis obenhin reinen Diesel.
Nach einstimmigen
Beschluss war Radebeul und Umgebung zu klein für uns, Abenteuer mussten
her und die Entscheidung fiel so, das wir uns Richtung Tschechei bewegten.
Einfacher gesagt als getan, da nach dem verheerenden Hochwasser fast alle
Grenzübergänge geschlossen waren. Was so nicht ganz einleuchtet
da die LKW-Grenzen im Thüringerwald auf ca.600 Meter Höhe liegen
und somit nicht betroffen waren. Von Dresden aus folgten wir den Schildern
in Richtung Zinnwald (großer LKW Übergang) doch auf dem Weg
dorthin wurde unser Ziel in eine total andere Richtung gelenkt. Die Hauptverbindung
zwischen Dresden und Zinnwald fiel den Überschwemmungen der Weiseritz
zum Opfer so das wir über Umleitungen und Nebenstraßen fahren
mussten. Nach Befragung einiger Einheimischer stand fest das ein anderer
Grenzübergang genutzt werden musste. Die Straßen wurden immer
enger. Ich und meine Rundumwarnleuchte verscheuchten den Gegenverkehr
in die Straßengräben, ohne die Leuchte wäre es fast unmöglich
gewesen mit 4 Trucks die Nebenstraßen zu passieren. Kurz vor dem
Übergang dann ein Schild 2,8 t. Ich durch und alle hinterher. Nach
einer kleinen Steigung Stillstand, Rückstau von der Grenze. Die Straße
war so schmal das der Gegenverkehr teils über die Rabatte zwischen
den Straßenbegrenzungen fahren musste. Große Augen aller PKW
Fahrer und fragende Blicke "was machen denn die LKWs hier?". Wir beschlossen
nach Befragung der Entgegenkommenden zu drehen, leichter gesagt als getan,
rechts und links tiefe Gräben. Nach einigen Meter Wartens und im
Schritttempo kam endlich eine Waldweg-Einfahrt die für das Wendemanöver
tauglich war. Als ich gewendet hatte kam ein VW vom BGS angefahren, ich
stieg sofort aus und erkundigte mich ob es wohl möglich wäre
die Grenze hier zu überfahren, Er winkte ab und sagte die Tschechen
würden uns nicht rein lassen da wir LKWs sind. Ich erklärte
ihm das unsere Fahrzeuge Wohnmobile sind. "Ist egal. Sieht aus wie LKW
- ist gleich LKW". Wo können wir denn dann rüber? Zinnwald.
Hä? Alle Wege dorthin sind gesperrt! Er meinte, wenn wir auf der
Kammstraße fahren kommen wir dorthin. Ich stoppte die aufrückenden
Pkw um das BGS-FZ an uns vorbei zu lassen. Alle sahen das wir wenden und
sofort wurde der Platz nachgerückt. Den PKW Fahrern schien es nicht
klar zu sein das wir ein wenig mehr Platz benötigen, knappe 2.50
Wagenbreite bei uns, sind doch etwas mehr als bei einem Ford Fiesta. Dann
die Straße mit Schrittgeschwindigkeit zurück. Nächste
Kreuzung rechts Richtung Zinnwald. Auf dem Kamm über den Thüringerwald
war die Straße wieder relativ breit und über einen langen Anstieg
erreichten wir laut GPS eine Höhe von 836 Metern. Auf der Hauptstraße
zur Grenze gähnende Leere. Kein Fahrzeug unterwegs zur Grenze. Hmmm.
Fahren wir mal gucken, da der BGS Beamte uns hier hin geschickt hat. Am
Grenzübergang alle Schranken geschlossen, kurzzeitig eine Person
in Uniform die uns beobachtete und wieder verschwand. Aussteigen gucken
gehen. Erst jetzt entdeckten wir das fast unsichtbare Schild an der Schranke,
Grenze bis auf weiteres geschlossen. Was nun? Wohin? BGS Beamte fragen.
Wir stürmten das verlassend wirkende Zollgebäude und trafen
auf eine Beamtin die uns erklärte das in 2 Tagen die Grenze öffnet.
Nach kurzem Hin und Her kopierte Sie uns ein Stück Landkarte und
schickte uns zum nächsten Grenzübergang Barahtal. "Und dort
dürfen Wohnmobile wie wir (zeig auf unsere Fahrzeuge) rüber?"
Sie meinte Ja. Also, weiter. Es wurde aber langsam Abend und eigentlich
hätten wir die Suche nach einem ordentlichen Platz beginnen müssen.
Wir entschlossen uns Richtung Barahtal zu fahren und wenn ein guter Übernachtungsplatz
gesichtet wird stehen zu bleiben. Über Berg und Tal, die Straßen
hatten sich wieder extrem verengt, ging’s weiter. Ca. 2 Stunden später
standen wir im Rückstau des Grenzüberganges. Von der Grenze
noch nix zu sehen es ging den Berg hoch, langsam rückten wir vor
und an der Kuppe sah ich die Gebäude am Horizont. Oh man das kann
dauern. Desto näher wir kamen um so enger erschien mir die Durchfahrt
der Pkw. Hmmmm. Da passen wir niemals durch. Auch keinerlei Schilder von
wegen Busse und LKWs rechts oder so. Ich konnte rechts einen Bus erkennen
der gerade los fuhr. Blinker rechts und nach vorn. Ich sah in den Rückspiegel
und alle kamen mit. Ah da plötzlich das Schild auf PKW Spiegel Höhe
"LKWs rechts". Gut richtige Spur. Am Stopschild hielten wir an und lasen
erst mal die vielen Zettel die unter das Schild geklebt waren. Auf einem
stand: warten bis Sie von den Beamten aufgefordert werden. Gut Motor aus
und mal sehen was passiert. Die skeptischen Blicke der Beamten auf der
PKW-Spur verrieten nix gutes. Plötzlich Aufmarsch von drei Grenzern.
Ich raus aus dem Haus und mit den Ausweisen in der Hand entgegen. Erste
Frage der Grenzer: "Wo wollen Sie hin?" Ah, Hä, Tschechei. (In Gedanken
wo soll die Grenze wohl sonst hin führen, Algerien oder was?) Verdutzte
Blicke auf unsere Fahrzeuge. Ich erklärte, dass das Wohnmobile sind
und wir Urlaub machen. Langsam ging den Beamten ein Licht auf, sie forderten
die KFZ Scheine und tatsächlich es sind wirklich Wohnmobile. Die
Stimmung wechselte in Freundlichkeit um, der Beamte sagte "bleibt mal
hier stehen damit die Tschechen Euch nicht sehen, ich geh mal die Lage
erkunden." Nach 10 Minuten kam er im Laufschritt zurück und erklärte
das er es geschafft habe das wir passieren dürften. Wir sollten einsteigen
und sofort los fahren. Gesagt getan, erstes Gebäude, zweites Dach,
plötzlich sprang ein Tschechischer Grenzer hervor und hielt die Hand
hoch. Ich dachte oh Mist was denn jetzt. Er umkreiste das Auto mit fragenden
Blicken und winkte und durch. Ich fuhr los und beobachtete im Rückspiegel
ob die anderen nach kamen. Felix stoppte und wurde auch vor gewunken.
Hm scheint alles zu klappen also fahren. Nach 500 Meter parkte ich, Felix
da, Olaf da, nur Steff nicht zu sehen. Ans Funkgerät, "Hallo Steff
wo bleibst du?" Kurzer Text von Steff "Moment mal". Das Problem war schnell
klar! Steff sein Perso war 12 Tage abgelaufen. Wir hätten niemals
soweit vorfahren dürfen! Somit war Steff dem Grenzer als letztes
FZ vollkommen ausgeliefert. Merksatz: "Immer eine Gruppe bilden, niemals
auseinander sprengen!!!" Eine Gruppe kann wesentlich mehr Druck ausüben
und vorallendingen blockiert sie denn Übergang. Nach 15 Minuten aufatmen.
Steff kommt. Was los???? Er steigt lachend aus und erklärt uns, dass
der Grenzer seinen Perso bemängelte.
(Steff) Der
tschechische Zöllner erklärte mir das ich mit meinem alten Pass
nicht einreisen könne. Gegen eine "Bearbeitungsgebühr" würde
er aber eine Ausnahme machen und mich mit einem vorläufigen Ausweis,
den mir die Zollstelle ausstellen würde, einreisen könne. Auf
meine Frage wie hoch den die "Bearbeitungsgebühr" sei, antwortete
er mir "20€". Na ja nicht gerade wenig. Aber das machen wir durch
die geringeren Kosten in der Tschechei wieder wett. Als ich im deutschen
Zollamt eintrat und nach einem neuen Ausweis fragte, wurde ich etwas verduzt
angeguckt. Ein Zöllner "Wie das geht wieder???". Nach 10 Minuten
und 8€ leichter hatte ich meinen Ausweis. Zurück zum LKW. Momo
- Mein Hund machte einen Mords-Radau im LKW. Komischerweise wollte für
sie keiner Papiere sehen. Die hatte ich auch gar nicht dabei. Schließlich
war "Ausland" nicht geplant. Der tschechische Zöllner kam zu mir
und meinte "Darf ich den Fahrzeugschein noch einmal sehen???" Kein Problem.
und gab ihm meinen Schein. Darauf er "Nein nicht so". OK ich war etwas
langsam. Also, 20€ aus der Tasche, zusammenfalten und in den Schein.
So war’s richtig. Das Geld mit einer tausendfach geübten Handbewegung
aus dem Schein und sofort konnte ich losfahren.
(Gilbert)
Unglaublich das einem so was in Europa passiert und die Tschechen wollen
in die EU. Das kann ja was geben! Weiter ging die Fahrt. Auf der Gegenseite
Kilometer langer Stau von Heimreisenden, es war ja Sonntag und die Sachsen
nutzen den Tag um billig in der Tschechei einzukaufen. Rechts und links,
überall Buden die Zigaretten, Schnaps und Plunder den die Welt nicht
braucht, verkauften. Nach ein paar Kilometern bogen wir in Richtung Osten
und machten uns auf die Suche eines geeigneten Platzes. Staunende Tschechen
säumten die Straßen. Auf der Landstraße parallel zur
Grenze stand ein Polizeiwagen, ich blickte in den Rückspiegel und
bemerkte das er unseren Konvoi verfolgte. An einem Parkplatz hielt ich
also an um zu schauen was er will. Als er bemerkte das wir gesehen hatten
das er uns verfolgte drehte er sofort um und ward nie mehr gesehen. Komisch!!!
Wir verließen die relativ breite Straße Richtung Norden, also
Grenze zu einem kleinen Ort. Die Straße war so eng ,daß genau
ein Truck darauf platz fand. Ausweichen war nicht möglich da zwei
tiefe (und ich meine tiefe!) Gräben die Straße säumten.
Selbst für mein Auto wäre es ganz schön heftig geworden
in einen der Gräben zu fahren. Im
Ort selbst ein Schild "AUTOCAMPING". Wir waren eh den ganzen Tag gefahren,
ein Klo und Duschen wären auch mal wieder dran. Also, drauf. Der
Besitzer erklärte uns das wir 22 Kronen pro Person zahlen müssten,
kein Plan wie der Kurs ist und Kronen hatten wir eh nicht. Wie sieht’s
aus mit EUs? Er sagte 80 Cent, der muss sich vertan haben, nach einigen
hin und her gaben wir Ihm 5 EUR um zu überprüfen ob Er das ernst
meinte, Er nahm den Schein und fragte ob wir denn Bier wollen. Klar, wenn
der Platz schon so billig ist kann das Bier auch nicht viel kosten. Er
zeigte uns, wo wir unsere Zelte aufbauen können und wir erklärten
das unsere Fahrzeuge Wohnmobile sind. Stirnrunzeln, Fragende Blicke in
Richtung unserer Fahrzeuge, auf den Platz dürften wir dann aber wegen
dem Gewicht nicht fahren. Jetzt Stirnrunzeln bei uns, was für ein
Platz? Wir standen bereits wunderbar und gerade auf dem Parkplatz. Zur
Erklärung, hinter dem Gebäude ging es relativ steil den Berg
hoch, selbst ein Zelt hätte ich dort nicht aufgebaut! Bei Schräglage
von 8%-12% fällt man ja permanent aus dem Bett (gggg*). Wir bauten
also unsere Wagenburg auf dem Parkplatz auf. Als erster Felix, da er am
geradesten wegen seiner Diesel-Heizung stehen muss. Dann ich mit dem Eingang
zur Mitte, Olaf mit dem Küchenwagen quer und Steff vollendete das
Viereck. Es hatte sich gezeigt das die Küche von Olaf wesentlich
sinnvoller war als immer die Leiter zum Innraum zu erklimmen wenn gekocht
wird. Außerdem stand ja an: "nicht Grillen!!!". Wir hatten uns zum
Ziel gesetzt keine Würstchen über dem offenen Feuer oder ähnlich
zu braten. Grund, nach ein paar Tagen hat man dann eine Würstchenphobie
und man kann die Dinger nicht mehr sehen. Bei uns gab es z.B. Sahnerahm
Schnitzel mit Kartoffeln und Erbsen und als Nachtisch machte Julia Pudding
oder Quark. An diesem Abend machten wir Rührei mit Schinken. Es war
schon spät und ein einfaches schnelles Gericht musste her.(Olaf)
Julia machte zum Nachtisch noch leckeren Pfannkuchen, damit war der Cholesterinspiegel
wieder auf gutem Niveau.(Gilbert)
In einer der leeren 10 Liter Pflanzenöl-Dosen wurde Feuer gemacht.
Den Untergrund des Platzes muss man sich als normalen festgefahrenen Mutterboden
vorstellen und als die Sonne weg war und der Sternenhimmel zum Vorschein
kam war klar, das es diese Nacht mal wieder so richtig kalt wird. Also
Tonne umkippen und erst mal das Feuer vergrößern. Die Strapazen
des Tages, PKW weghupen, die Grenzen usw. ließen unsere Augenlieder
schnell zuklappen. In der Nacht gab es Frost, gegen 5 Uhr war mein zweiter
Batterie-Satz zusammengebrochen und ich musste auf die Starterbatterien
umstellen. Am Fenster entdeckte ich das Olaf auch durch die Kälte
wach geworden war und mit seiner Standheizung spielte. Das am Abend in
einem VW Bus angereiste Pärchen, startete ihren Bully gegen 6 Uhr.
Wahrscheinlich sind die in der Blechkiste fast erfroren. Im September
niemals auf einem Berg übernachten!!!!! (Felix)Es sei denn,man ist
mit einer leistungsfähigen Heizung ausgestattet:Ein umgebauter Ölofen
verkraftet zwar kaum Schräglagen,braucht aber keinen Strom und ist
vollkommen geräuschlos.Bei Außentemperaturen über 0 Grad
muß man schon die Fenster aufmachen um nicht gegrillt zu Werden.(Gilbert)Außerdem
verbraucht man beim starten der absolut ausgekühlten Motoren viel
zu viel Energie. Dazu muss ich sagen das wir uns noch nicht so sicher
waren ob die Treibstoffmischung in meinem Tank jetzt die richtigen Variablen
zum Zünden hatte. Lieber frieren, als stundenlanges Laden mit dem
Moppel. Allmorgendliche Wolken bestätigten das alle Motoren wieder
drehten. Und wir setzten unsere Reise fort. Der Beamte an der Grenze hatte
uns gesagt das wir für die Rückfahrt über den Grenzübergang
Schmilka fahren sollten. Grund unserer früh geplanten Rückreise
nach Deutschland war das sich Olaf mit einer langjährigen Freundin
treffen wollte die uns begleiten wollte. Kurs Decien, wir durchquerten
diese Großstadt Richtung Schmilka, aber alle Straßen zum Grenzübergang
waren gesperrt. Eine angezeigte Umleitung nicht vorhanden. Eigentlich
fehlten eh alle Richtungshinweis-Schilder so das ich laut GPS den Norden
ansteuerte um über Nebenstraßen das Ziel zu erreichen. Vorher
aber noch mal Tanken, der Sprit ist aber nur um 3-5 Cent billiger als
bei uns. Keiner hatte mehr Bargeld so das wir erst mal die Lage mit unseren
EC-Karten erkunden mussten. Als Test kaufte ich eine Schachtel Zigaretten.
Das ist zwar bestimmt teuer wegen der Gebühr der elek. Überweisung
aber mit voll getanktem Tank dastehen und nicht zahlen können, wollte
keiner! Aber alles im Lot und wunderbarerweise sprach die Frau hinter
der Kasse auch kein Wort English (ggg*). Eine gute halbe Stunde später
ging die wilde Fahrt weiter. Ich muss sagen ein Gelblicht am Auto hat
Riesen-Vorteile, ob legal oder nicht, man macht die anderen darauf aufmerksam,
dass Gefahr droht. Die Straßen Richtung Schmilka wurden immer enger
so das ich nur mit maximal 35-40 km/h vorgefahren bin. Wir überquerten
mal wieder ein Gebirge und auf den kurvenreichen 3 Meter breiten Straßen
war Vorsicht angesagt. In einem kleinen Ort kauften wir dann ein und unterhielten
uns mit einem deutschen Touristen, der uns erklärte das Schmilka
nicht mehr existent wäre. Klar, klatsch an den Kopf, ich kenne die
Gegend doch, bei Schmilka ist die Elbe ca. 300 Meter breit und bei dem
Hochwasser steht dort kein Gebäude mehr! Aber wieso schickt uns denn
der BGS Beamte dorthin??? Also da weiß echt einer nicht was der
andere tut!!! Gut neuer Plan, weiter nördlich gibt es noch ein paar
Übergänge. Dann setzte was ganz seltsames ein, Felix bekam plötzlich
Nasenbluten.
Wir standen immer noch vor dem "Supermarkt". Es hörte und hörte
nicht auf. Wir gingen von Bluthochdruck aus und probierten alle möglichen
Hausmittel aus. Julia hielt einen eiskalten Tetra Pack mit Apfelsaft in
den Nacken von Felix. Mittlerweile war schon eine halbe Zewa-Rolle und
Stunde um. Es hörte einfach nicht auf. Was
tun??? Ich hatte mal von einem Taucher gehört das man das Blut verdünnen
soll wenn man aus versehen falsche Deko-Zeiten beim Auftauchen eingehalten
hat. Bier und Kopfschmerztabletten. Ich weis natürlich nicht ob das
so richtig ist weil Felix ja nicht tauchen war! Aber im angesichts der
Höhenunterschiede die wir in den letzten Tagen gefahren sind könnte
man ein wenig davon ableiten. Nach ca. insgesamt 45 Minuten wurde es langsam
besser und Felix meinte wir könnten jetzt weiterfahren. Er sah gar
nicht gut aus und mir war klar er wollte die Gruppe nicht blockieren.
Ich fuhr ein wenig langsamer und fand 15 Minuten entfernt auf der rechten
Seite eine Furt und ein wunderschönes verlassenes Tal. Blinker
rechts und ab durch den Fluss, alle anderen hinterher. Felix zögerte
noch etwas da sein FZ ja nur mit Hinterradantrieb unterwegs war. Die vordere
Kardanwelle hat einen Schaden und liegt ausgebaut im Koffer des IFAs.
Es klappte aber alles. Nach dem Aussteigen bestätigte sich meine
Vermutung, Felix hatte einen kleinen Kreislauf Kollaps, das Nasenbluten
hatte aber gestoppt. Ein sehr seltsames Phänomen! Er hatte uns ja
schon am Morgen berichtet das er in der vergangenen Nacht auch schon Nasenbluten
hatte. Zum Glück ging es Ihm nach einer halben Stunde besser und
wir erkundeten das Tal. Weiter
hinten war eine verlassene Wochenendhütte die man über zwei
Stahlrampen erreichen konnte. Daneben eine weitere Flussdurchfahrt und
weiter hinten noch eine. Der Fluss oder besser gesagt Bach schlängelte
sich durch das bewaldete Tal. Erkunden war angesagt. Ich setzte mich mit
Julia in den MAG und ab ging’s, erste , zweite, dann ein schlammiger Weg
aber die Spurbreite war zu gering! Die Bäume standen sehr knapp so
das wir uns entschlossen zu Fuß weiter zu erkunden bevor wir stundenlang
rückwärts fahren müssten. Julia lief vor und ich berichtete
per Funk was an der Spitze abläuft. 10 Minuten später war klar,
durch kommen nur mit Kettensäge und wahrscheinlich noch mit wilder
Bergeaktion. Nö, das brauchten wir heut nicht und Felix schon gar
nicht! Kurz vor der ersten Flussdurchfahrt war ein geeigneter Platz. Das
Camp wurde nach üblicher Wagenburg-art errichtet und es ging ans
Essen machen. (Steff)
In der Zwischenzeit hat Julia dann noch Olaf und mir die Haare geschnitten.(Gilbert)
Mich juckte es schon wieder in den Knochen. Ein
Fluss, ein Gelände Truck, ein Fahrer - ergibt "Ich muss mich mal
kurz austoben!!!!!" Also ins Auto, Olaf als Beifahrer und mal gucken wie
tief das Wasser ist. Nach der einfahrt in den Bach direkt links abbiegen
und entlang des Bettes fahren. Mordsspaß, kenne ich von der Rallye
das sind wir Kilometer lang in Flussbetten unterwegs gewesen. Der
erste Schlängel kam und es wurde einseitig doch ganz schön tief.
Riesen Steine lagen auf dem Grund und der MAG brauchte schon alle Sperren
um die Hindernisse zu überfahren. Ich glaube in diesem Moment hat’s
bei OLAF restlos klick gemacht, unsere alltäglichen Schlachtrufe
--- ALLGERIEN !!! ---,ich muss da auch mit und ich brauche auch so ein
Auto was überall durchfährt!!! Wir wendeten dann nach ein paar
Metern und fuhren die Strecke zurück. An einem großen Stein
schien der MAG nicht mehr weiter zu wollen. Rechts neben uns eine Felswand
der wir uns mit jedem Weiterfahrversuch näherten. Wir sind dann noch
mal 2 Meter Rückwärts und deutlich weiter Links ohne Probleme
weitergefahren. Als Abschluss dieses kleinen Spaßes dann noch die
Böschung neben der Furteinfahrt hoch. Eine 80 cm hohe Kante aus Erdreich
und Gras. Eigentlich war es nur ein naiv geglaubter Versuch doch der MAG
fuhr anstandslos ohne Schlupf aus dem Bett.
Dann parkten wir und ich öffnete den Koffer , oh MIST vergessen den
Küchenschrank zu verriegeln, der ganze Inhalt lag verstreut auf dem
Boden. Wo ich doch vorher alles kontrolliert habe!!! Na ja die wichtigsten
Sachen waren fest , Porta Potti und Gas Flasche waren fest verankert.
Julia fluchte ein wenig da sie ja die Ordnung im Schrank sortiert hatte,
damit man auf anhieb alles findet. Es war aber nicht das erste Mal das
wir den Schrank vergessen hatten. Stichpunkt: "unbedingt Zettel ans Lenkrad
Kleben!!! Schrank verschlossen???". Nach dem Aufräumen legte ich
mit Felix und den Hunden eine kleine Wanderung ein um die Umgebung zu
erkunden. Phantastischer Wald bis hoch auf den Berg. Von oben dann ein
klasse Ausblick. Kein Haus und keine Straße und das wichtigste kein
Geräusch außer das Rauschen des Windes der sich in den Blättern
der Bäume verirrt. Wir waren gut eine Stunde Unterwegs und folgten
nach Überquerung des Berges dem Flussbett zurück zum Lager.
Das sind Momente
in denen man weis warum man Lebt!!! Am Lager angekommen wurde erst mal
Holz für das Lagerfeuer gesammelt. Wir waren wohl nicht die ersten,
die diesen Stillen Ort entdeckt haben. Allerdings war entgegen anderen
Plätzen in Germany, hier alles sauber, keine Dosen, Plastik oder
sonstiger Müll. Vollkommen entspannt und ziemlich früh fielen
alle in ihre Betten. Am nächsten Morgen, an der Furt zur Straße
ein Auto, drei Personen. Das Auto kam zu uns, erster Gedanke da vorn war
kein Schild. Die Benutzungs- Spuren des Weges wiesen auf regelmäßigen
Verkehr hin. Nun ja vielleicht wollen die gar nicht zu uns. Aber es kam
anders. Der Land Rover stoppte und drei Forstbeamte stiegen aus. Zwei
von ihnen recht freundlich und einer mit grimmigem Gesicht und einer dicken
Hornbrille. Sie erklärten uns, dass das hier ein Naturschutzgebiet
wäre und Camping in jeglicher Art verboten wäre. Wir erklärten
es sei kein Schild an der Straße und die Fahrspuren wiesen auf eine
rege Nutzung hin wir würden aber sofort alles aufräumen und
fahren. Die Zwei waren beruhigt und wollten eigentlich schon gehen, als
der mit der Brille irgendwas murmelte und 1000 Kronen Strafe pro Truck
forderte. NÖ NÖ erklärte ich erstens haben wir keine Kronen
und zweitens wäre das zu teuer! Ich
holte 50 EUR und sagte das wir nicht mehr geben. Inzwischen schrieb Einer
unsere Personalien aus den Persos ab. Steff lag noch im Bett und beobachtete
das Treiben. Zuerst sollte ich mit kommen und das Geld in Kronen bei der
Bank tauschen und im Anschluss zum Bürgermeister. Ich sagte ich fahr
nirgendwo wohin und deutete immer wieder winkend mit dem 50 EUR an das
Sie nicht mehr bekommen. Kurze interne Tschechische Diskussion und die
Sache war gegessen. Die 50 EUR tauschte Einer der netten Förster
ein und wir bekamen 13 Quittungen a 100 Kronen.(Olaf) Später entdeckten
wir, dass der Abreißblock noch von 2001 gewesen war. Viel Spaß
beim ausgeben, meine Herren... (Gilbert) Ich sagte "brauchen wir nicht"
darauf der Förster: es muss Alles seine Ordnung haben. Nach einer
halben Stunde fuhren die Förster wieder unter der Bedingung das wir
die Lagerfeuerstelle aufräumen. Versprochen!!!!! Haben wir auch gemacht!!!!
Und weiter ging die wilde Fahrt. Laut Karte von Felix war in Rumburk ein
Übergang. Nur passte die Karte nicht zu den Straßen. Felix
hatte diese vor 4 Jahren erstanden als er zum Truck Trial in Mohelnice
unterwegs war. Nach einigen Wendemanövern fanden wir eine kleines
Schild PKW-Grenze. Hmmmm , fahren wir mal hin die Lage checken. Die Straßen
wurden enger und enger und plötzlich die Grenze. Ich stieg aus und
sofort kamen 2 BGS Beamte auf mich zu. In Gedanken noch so, "was habe
ich denn mit denen zu tun, als erstes müsste doch der Tscheche kommen?".
Die beiden erklärten uns sofort das hier keine LKWs durch fahren
dürfen. Moment, Moment das sind Wohnmobile. Wieder mal der uns bekannte
verdutzte Blick "xy<vy§%&()/=??". Ähm die Tschechen lassen
euch nicht raus. Ich und was ist mit Euch lasst ihr uns rein? Aufeinmal
schlug die Freundlichkeit um und einer der Deutschen sagte zu mir "Was
soll die Diskussion ihr müsst woanders rüber!!!". Ich schaute
nach unten um zu kontrollieren ob ich auf seinem Fuß stehe und wiederholte
noch mal die Frage " Lassen sie uns denn REIN?". Er meinte wir bräuchten
hier gar nicht zu diskutieren. Meiner Meinung nach kann Der gesagte Wörter,
die einen Sinn ergeben nicht verarbeiten. Ich stiefelte also erst mal
los und ließ die Zwei stehen wie bestellt und nicht abgeholt. Der
Tscheche kam direkt aus seiner Bude gesprungen und ich erklärte Ihm
gleich freundlich das wir Wohnmobile sind. Ich rasselte sämtliche
Bezeichnungen in allen Sprachen runter damit er mich versteht " Campingcar,
Motorhome, Wohnmobile, Tourist, kein LKW, CAMPING no Chamion". Er murmelte
die einheimische Sprache und verschwand in seiner Bude. Nun gut er lässt
uns halt nicht rein. Zurück zu den beiden und nachgefragt wo wir
denn hin fahren sollen. Warnsdorf wäre zwar auch gesperrt für
LKW aber wir sind ja Wohnmobile. Also eine total einleuchtende LOGIK!
Stehen wir doch hier auch an einer Grenze und sind ebenfalls Wohnmobile!
Naja, kurz noch nach den nicht zu verzollenden Waren Infos ein geholt
und erst mal einkaufen gegangen. Neben dem Grenzgebäude war direkt
ein Händler, unsere Trucks versperrten eigentlich den Grenzübergang
aber auf so eine blöde Reaktion kommt eine absichtliche Handlung
(ggg*). Hat auch keiner was gesagt. Ich war schon mit dem Gedanken am
spielen einfach durch zu fahren, da wir ja nach mehreren wiederholten
Befragungen der Deutschen festgestellt hatten das diese uns rein lassen.
Aber
na ja so was macht man in Afrika aber nicht hier. Oder doch? Keine Panik
wir sind umgedreht und steuerten den nächsten für LKWs verbotenen
Übergang an. Ich fuhr direkt erst mal auf die Bus-Spur und fast durch
damit wir mit unseren Fahrzeugen die Busspur auf jeden Fall blockieren.
Die Deutschen kamen sofort angerannt und erklärten uns das hier LKWs
nicht durch dürfen. Mit einem breiten Grinsen erklärte ich das
wir alle Wohnmobile sind. "xy<vy§%&()/=??". Kennen wir ja
den Blick. KFZ Schein bitte. Olaf stand am nächsten und er hat ja
auch einen Richtigen, in dem Wohnmobil steht. Jetzt startete die Erkenntnis
der Beamten, nanu das steht das wirklich! Wend hin den Schein wend her,
das steht da immer noch. Was
mich auch hier wiedermal total seltsam vorkam, es ist eine EG Außengrenze,
wir sind Deutsche die erst mal aus Tschechien ausreisen, was wollen die
Deutschen Grenzer von uns????? Muss denn nicht der Tscheche uns erst mal
raus lassen. Also total verkehrte Welt. Wir lenkten die Grenzer zu Olafs
Auto, wir hatten vorab uns den Plan gemacht das FZ was die schlechtesten
Papiere hat fährt vor, dann Felix mit den Hunden und Womozulassung,
dann Steff mit LKW aber WOMOausbau und zum Schluss Olaf mit Feuerwehr
aber Womozulassung. Das schafft totale Verwirrung. In der Zwischenzeit
waren mindestens 5 Zollbeamte im Einsatz die uns bei unseren Grenzübertritt
kontrollierten und kein Tscheche. Ich führte den Deutschen zu Olafs
Truck, Olaf machte die Tür auf hier ist mein Bett, ich sagte auf
der anderen Seite ist die Küche, wieder der Blick "xy<vy§%&()/=??".
Olaf
öffnete die Küche und man sah direkt auf zwei Kisten Becks Bier.
Ich erklärte, dass das hier unsere Feldküche sei in der wir
auf unseren Reisen kochen. Er meinte das er das Bier im Keller habe und
nicht in der Küche, also seiner Meinung nach sei das hier der Keller
und die Küche zusammen (gggg*). Durch das Gebell von MOMO, Hund von
Steff wurde erst mal der Deutsche Hunde Spezialist aktiviert. Papiere
vom Hund, Steff habe ich nicht. Hmmmmmmmmmm, ein ganz langes Hmmmmmm vom
Spezi. Ich so: "Das ist MOMO die hatten wir schon dabei als wir ausgereist
sind!". Jetzt wurde es erst mal richtig interessant! Der Grenzer." Und
da sind ja auch noch Hunde". Felix: "Ja, ein Boxer und ein Steffort".
"Papiere". Felix zückte seine Mappe und zeigte alle Bescheinigungen
vor die man für die angeblichen Kampfhunde benötigt. Der Grenzer
"Gut das wäre dann erledigt und denn anderen Hund haben wir nicht
gesehen" schaute zu seinem Kollegen und nickten einstimmig. Ein Tscheche
stand die ganze Zeit immer dabei, er beobachtete was die Deutschen machen
und nickte mit als es um die Unsichtbarkeit von MOMO ging. Neue Fragen
kamen auf, haben sie Zigaretten? Ja! Wo? Im Haus! Und wir wanderten zu
meinem Haus, Ich sag." Julia gib mal bitte die Zigaretten raus". Der
Grenzer: "Oh, da ist ja noch jemand". Ich :"Ja meine Frau! Den Perso haben
sie doch in der Hand". Ich zeigte die 2 Stangen, eine Stange pro Person.
Haben sie noch mehr? Ja, aktuell im Gebrauch eine oder zwei angerissene
Schachteln und ein Päckchen Not Tabak im Koffer für schlechte
Zeiten. Gut, dann schaun wir mal in den Koffer. Ist da ein Hund drin?
Nö. Ich stellte die Leiter ans Auto und erzählte Geschichten
von Grenzkontrollen aus Afrika um die Stimmung etwas zu lockern. Alle
Grenzer hörten aufmerksam zu. Im Koffer angekommen erklärte
ich wo sich denn sehr offensichtlich sich das Bett befindet und das die
Kochstelle mit dem zwei Flammenherd die Küche darstellt. Und wo ist
der Tabak? Hier in der Küchenrolle hinter der Ablage der Küche.
Ich Öffnete das Päckchen, max. 1/4 noch und ließ ihn in
das Päckchen schauen. er wühlte etwas drin rum und roch daran.
Lassen wir mal so stehen. Und sagte OK. Danach fing ich mit ausführlichen
Berichten über den Bau und den Verwendungszweck unseres MAGs an.
Stark beeindruckt und lauschend hörte er sich meine Ausführungen
an. (Olaf) Während Gilbert dem Hundespezi ausführlich den Koffer
zeigte, hielt ich mit Stefan ein Schwätzchen mit einem anderen Beamten,
die Zigarette die ich ihm anbot lehnte er ab. "Kann ich nicht machen auf
meiner Amtsstelle !". Er war wohl früher in der NVA tätig gewesen,
jedenfalls kannte er sich mit den LAKs aus und grübelte über
den ursprünglichen Einsatzzweck. Er war der Chef vom Ganzen und plötzlich
fiel ihm auf, dass die Kontrolle von Gilberts Auto schon recht lange dauerte.
(Gilbert) Es verging ziemlich viel Zeit so das die Kollegen von Ihm zum
Einstieg kamen und fragten, ob er denn noch kontrolliert oder wir schon
beim "Abgesang" wären. Das riss den Spezi aus dem Raum-Zeit-Kontinuum.
Er fing an sich zu rechfertigen weil er uns und seine Kollegen so lange
aufgehalten hatte. Ich macht nix, er ging dir Treppe runter und ich folgte
und begann wieder Geschichten von Afrikanischen Grenzübertritten
zu erzählen bei denen wir manchmal die Stühle und den Tisch
ausgepackt haben um was zu Essen um zu zeigen, dass das Warten uns nicht
nervt. Es kam zum Abschluss der Kontrolle wobei eigentlich nur Olafs und
unser Auto etwas konkreter kontrolliert worden sind. Bei Felix waren ja
die Hunde drin, diese wollte die Grenzer auf gar keinen Fall kennen lernen,
bei Steff wurde mal kurz von außen geschaut und das war’s. Wir könnten
jetzt fahren. Hmmmmm, was ist denn mit denn Tschechen? Ich nahm Blickkontakt
zum Tschechen auf und fragte ob wir fahren können. Er: "Fahren, Fahren".
Merksatz: "Immer als Gruppe auf die Grenzer zugehen und sofort überfreundlich
zulabern!!!". Das gilt für jedes Land, ist man gestresst oder zeigt
man das es einem auf den Sack geht überträgt sich das auf die
Kontrolle. Ich finde es mittlerweile Spaßig! Ein Foto habe ich auch
gemacht aber der Deutsche meinte das man dafür eine Ausnahmegenehmigung
benötig und ich solle die Kamera wieder wegpacken. (Foto kommt noch)
Und weiter ging die wilde Fahrt. Es war inzwischen Mittag und nach dem
übereilten Aufbruch aus dem "Naturschutzgebiet"(angeblich), war keine
Zeit für Frühstück geblieben. So steuerten wir mal ausnahmsweise
eine Gaststätte an. Die Besitzerin trat so gleich vor die Tür
und verstand im angesichts unserer auf dem Parkplatz stehenden Trucks
die Welt nicht mehr. Wir gaben Auskunft und hätten Hunger. Ahhhhhh"
"xy<vy§%&()/=??", das sind Wohnmobile. Nach guter Speise und
Eis ging’s weiter Richtung Elbsandstein Gebirge/Sächsische Schweiz.
In Hinterhermsdorf steuerten wir nach Chaos in der Stadt einen Campingplatz
an. Die Besitzer hielten gerade Siesta und von einem freundlichen Pärchen
aus Pirna erhielten wir die Info: "Hinstellen und später anmelden!.
Aufruhr auf den Platz als wir unsere Wagenburg errichteten. Die
Menschen hielten seltsamerweise oder zum Glück Abstand und haben
auch den "xy<vy§%&()/=??" Blick. Nach einer kleinen Wanderung
auf die andere Talseite mit Julia, Felix, und den Hunden haben wir uns
angemeldet. Spotten billig! Weniger
als im "Naturschutzgebiet". Schön geduscht und ein gemauertes Klo
und Wasser auffüllen. Am nächsten Morgen dann Richtung Bad Schandau,
der Hochwasserpegel ging dort bis 9 Meter, gemessen wurden 13 Meter und.
Man kann sich gut vorstellen wie das aussieht. Alle Häuser schwer
beschädigt. Ein bisschen komisch kamen wir uns schon vor in einem
Katastrophengebiet Urlaub zu machen. War aber nicht beabsichtigt. Danach
ging’s zur Bastei, das ist eine aus Sandstein erbaute Felsenbrücke,
192 Meter über der Elbe, mitten im Elbsandsteingebirge. Am Parkplatz
wurde es mal wieder kurios. Der
Parkwächter fragte mich was wir denn hier wollen. Meine trockene
Antwort: "PARKEN". Und da war er wieder der Blick "xy<vy§%&()/=??".
Ich erklärte Ihm wir sind Wohnmobile! Ahhhhh, Erleuchtung trotz Unverständnis.
Er reichte für jedes FZ die Parkkarten an und wies uns auf den Busparkplatz.
Kameras und Hunde gepackt und los ging der Spaziergang. Es fing schon
am Parkplatz an das uns die Leute beäugten und vor sich hin murmelten.
Nun gut was soll’s wir haben Urlaub, der eine in Kampfschlappen und Baseballcape
Sonnebrille mit MOMO, Felix mit Cape, Sonnenbrille und Luka (angeblich
Kampfhund), Julia mit Anton der ständig alles anpinkelte, Olaf sich
ständig freuend und freundlich und zum Schluss ich mit Lederhose
und weis blondierten Haar umgeben von Rentnern.
Ein Klasse Bild. Dazu kommt noch das wir in unregelmäßigen
Abständen --- Algerien!!! --- gerufen haben, ich glaub das verwirrt
jeden. Nach der Besichtigung der Felsenburg waren wir knapp 1,5 Stunden
Unterwegs und konnten das Gegaffe nicht mehr ertragen. Dann kam der Hammer.
Ich steck die Parkkarte in den Bezahlautomaten und der zeigt mir den Bustarif
an, 11EUR, das sind 22 DM, knall oder was? Natürlich wie soll es
auch anders sein war der Parkwächter unauffindbar. Ein großes
Schild weißt darauf hin das für PKW und Wohnmobile 2,50 EUR
für 2 Stunden fällig ist. Was nu? Alarmglocke gedrückt,
keiner kommt, Felix kontrollierte die Schranke und stellte fest das man
diese mit einem 13er Schlüssel abschrauben kann.
(Steff) Nachdem
Felix schon nach Maulschlüsseln suchte probierten Olaf und Ich noch
unsere Parktickets aus. 2.50€ Felix auch nur 2.50€. Also ein
neuer Plan von Julia. Die Schranke vorne öffnet sich nur bei Kontakt
und gibt dann eine Karte Frei. Also mit einem LKW vorn zur Schranke und
eine Karte ziehen. Wenn man weit genug vom Höhenmesser weg steht,
erkennt er auch wieder das man ein Wohnmobil ist und nicht ein 20t Reisebus.
Also alle 2.50 in den Automaten und runter vom Parkplatz. Das einzige
Problem bei der Sache war, das die Schranke am Eingang offen blieb, und
der nachfolgende Wagen keine Parkkarte hat. Die Funktion der Notruftaste
haben wir ja oben schon erklärt.
(Gilbert)
Einkaufen. Also wurde der "Netto Discounter" gestürmt. Der gesamte
Parkplatz hielt inne als wir mir unseren Fahrzeugen Parkmöglichkeiten
suchten. Und wieder dieser Blick "xy<vy§%&()/=??". Nach getanem
Einkauf Streckenbesprechung. Plan, Robur Treffen beim Feldbahnverein.
Ca. 500 hinter dem Netto Discounter ging’s links ab in eine Seitenstraße.
Hatte gar keiner mit gerechnet das wir schon so nahe waren. 10 Minuten
später befuhren wir mit Getöse das Gelände der Feldbahner
und suchten uns auf dem Gelände eine gerade Standfläche aus.
Es war so gegen 14 Uhr und nur ein Robur war vor uns. Na ja die anderen
kommen bestimmt noch. Die Wagenburg in gewohnter Manier wurde erstellt
und wir harten der Dinge die da kommen. Als
Zeitvertreib testen wir wie so ein 14.00-20 von Steffs LKW auf den IFA
von Felix passt. Ich kann nur sagen Affengeil. " --- Algerien !!! ---"
Dann Besichtigten wir das Gelände. Ehemals von Hitler als Mineralöl
Werk errichtet und eigentlich total kontaminiert. Der Feldbahnverein hat
das Gelände für minimal Geld gepachtet und sammelt dort Loks
und Schienen. In den Hallen stehen mindestens 50 Feldbahnen und auf dem
Gelände liegen Kilometer von Feldbahn Schienen gestapelt. Eigentliche
Fahrstrecke sind bis jetzt 200 Meter verlegt. Der Verein arbeitet nur
mit Ehrenamtlichen und restauriert alte Loks. In Planung sind 2 Kilometer
Fahrstrecke und ein Wochenendlicher kleiner Fahrbetrieb mit den Schienenfahrzeugen.
Nun
gut zurück zum Treffen, gegen 17.30 Uhr kam der Chef. (steht auch
auf seiner Cape). Er forderte uns sofort zum Umparken auf, weil wir durch
unsere Wagenburg zu viel Platz wegnehmen und zwar mind. für ein Fahrzeug.(Felix)Versuche
mit Ihm zu reden halfen nichts,Argumente interessierten nicht.Die
anfängliche Diskussion endete im Streit,mit der Feststellung:Das
wird jetzt so gemacht!(Gilbert) Zeitgleich kam ein Rotax Beiwagengespann
und ein schöner L60 an. Der L60 Fahrer musste sein FZ zweimal umparken,
beim drittenmal hatte er den Rand voll und verabschiedete sich mit den
Worten: " Für den Affen park ich doch nicht tausendmal um, ich fahr
in die Tschechei und mach Urlaub!".
(Steff)
Irgend wann entspannte sich die Lage dann. Ein Rotax Gespann stellte sich
noch zu uns und belegte den restlichen freien Platz. Nachdem wir wieder
Olafs Feldküche angeschmissen hatten gab es Frikadellen mit Erbsen
und Möhren, Kartoffeln und eine Sahne Quarkkreation von Julia. Einige
umliegende Roburfahrer gesellten sich schnell mit Bierzeltgarnituren und
Stühlen zu uns da unser kleines Lagerfeuer wohl etwas gemütlicher
war. Ein grund war wohl das wir nicht mit einer Neonröhre neben dem
Feuer standen und den restlichen Platz ausleuchteten. Bei uns gab’s nur
Petroleum und Lagerfeuerbeleuchtung. Wieder ein schöner aber sehr
voll gefressener Abend. Bis jetzt ahnten wir noch nicht das der nächste
Tag die "Hölle" wird bzw. ein Zoobesuch.
Am nächsten
Morgen begann der Tag der offenen Tür der Feldbahnfreunde. Nach und
nach fanden auch immer mehr Besucher den Weg in den hinteren Teil des
Geländes und damit auch unser Camp.
Hier mal einige
Besuchertypen:
1) Geht um
unsere LKWs herum, erblickt uns wie wir am LKW sitzen und dreht sofort
ab.
2) Geht um
unsere LKWs herum, bleibt ca. 2m vor uns stehen, guckt uns und unsere
Wagen an und reagiert nicht auf "Hallo"
(Das waren
etwa 50% der Besucher)
3) Schauen
sich unsere LKWs an, beachten uns gar nicht, und wollen in unsere Koffer
hoch und alles anpacken...
4) Der angenehmste:
Kommt sieht, und fängt ein Gespräch an bzw. fragt uns aus.
Da
die meisten Besucher die Roburs und IFAs aus Ostzeiten kannten wahren
unsere Autos eine kleine Attraktion. Gegen drei Uhr wurde es uns dann
doch zu bunt und wir flüchteten Richtung Radebeul. Hier
besuchten wir das Karl May Museum. Ist schon interessant wie ein Mensch
der im Knast saß und nie in Amerika war es zu einem eigenen Museum
schafft und irgend wie immer noch bewundert wurde/wird.
Am Abend ging
es dann in die Räuberhütte. Ein Lokal im sehr urigen und rustikalem
Outfit. Hier gibt es keine Gabeln. Nur Dolche und kleine Löffel.
Kurz nach dem wir unser Essen hatten, begann ein "Alleinunterhalter" mit
Gitarre seine Arbeit im Lokal auf zu nehmen. Leider gibt es immer noch
Musiker die weder Takt noch Geschwindigkeitsgefühl haben. Wir konnten
Lieder hören die wir alle noch nie in solch einer wahnsinnigen Geschwindigkeit
und ohne Punkt und Komma gehört hatten. Aber er gab sein Bestes!!!
Nachdem
das restliche (spärliche) Publikum ihn total missachtete machte die
"Reisegruppe Algerien!!!" erst mal Stimmung. WUNSCHKONZERT. OK 10 Nackte
Frisösen kannte oder konnte er nicht. Alte Klassiker von Neil Young
und Puddy´s oder "Killing me softly" gehörten dann jedoch zu
seinem Repatuar.
Zwischendurch
musste sich dann die Reisegruppe lautstark im Lokal mit dem Kampfruf bemerkbar
machen "ALGERIEN!!!"
Nach einem
guten Essen, viel Bier und um 140€ erleichtert verließen wir
dann die Räuberhütte.
Neuer Tag
neues Ziel. Es ging nach Tollwitz zum Deutschen Truck Trial. Nachdem wir
ganz Leipzig umrundet hatten (ich wusste gar nicht mehr wie viele Ausfahrten
Leipzig hat) standen wir vor dem Tor des Geländes. Der Torposten
war im ersten Augenblick etwas überfordert mit unseren Fahrzeugen,
da wir ja nur "Campen" wollten und nicht selber mit fahren (vielleicht
in der offenen WoMo Klasse *ggg*) Uns
wurde ein Platz direkt oberhalb des Fahrerlagers zugewiesen. Da wir noch
einige Einkäufe machen mussten sind Felix, Olaf, Julia und ich dann
erst mal mit Olafs Truppentransporter und Küchenwagen los gefahren
wobei
Gilbert die restlichen Autos bewachte. Nach dem Einkauf waren Gilberts
und mein LKW verschwunden. Nur Felix Ifa stand einsam und verlassen auf
dem Plateau. Gilbert hatte zwischenzeitlich mit dem Veranstalter geredet
und uns einen Platz in Mitten der Grube organisiert. Zentraler ging es
nicht mehr. Von hier aus konnte man alle Sektionen sehen.
Kurze Zeit
später gesellte sich Jaro mit seinem Magirus zu uns. (Olaf)
Wir verbrachten den Abend am Lagerfeuer und es gesellte sich noch der
ein oder Andere Fahrer zu uns. Es gab Jägerklöße mit Reis
und nachher Bier und dieses seltsame braune Getränk, dass immer mit
Cola getrunken wurde. Nach einem kräftigen Kaffee am Morgen ging’s
dann erst mal ins Fahrerlager Autos gucken. Gegen 12.00 Uhr begann der
Wettbewerb. Unser
Favorit war natürlich der Magirus von Pink Rhino, ein 169er mit 240PS,
der mühelos die Hügel erklomm. Nach dem dann etwas verspäteten
Mittagessen packten wir zusammen und fuhren weiter nach Erfurt, Felix
hatte von Jaro eine Adresse für W50 Ersatzteile bekommen und wir
wollten auch schon etwas Heimweg machen, damit der Sonntag nicht zu stressig
würde. Unterwegs stieg noch eine Bekannte zu. Leider wurde dass Wetter
besch... Nachdem wir eine kleine Odyssee in und um Erfurt gemacht hatten,
standen wir auf einem alten Firmengelände. Wegen des Regens fiel
das angedachte Lagerfeuer buchstäblich ins Wasser. Kalt war es auch
geworden, so dass wir uns in Stefans Koffer zurückzogen. Die Abschlussfeier
wurde noch dazu genutzt, uns gegenseitig auf Algerientauglichkeit hin
zu beurteilen. War
durchweg positiv, obwohl auch Kritik geübt wurde. Naja, Sonntag fiel
mir das Aufstehen sichtlich schwer, nicht nur wegen der kurzen Nacht.(Felix)Der
nächste Morgen gab den Blick frei auf 15-20 IFA verschiedenster Art,die
zum Schlachten bereit standen.Nach langem und erfolglosem Verhandeln mit
einem der anwesenden Arbeiter,sowie der Erkenntnis nur Schrott vor sich
zu haben gaben wir den Versuch auf hier brauchbare Ersatzteile zu Finden.(Olaf)So
gegen 10.00 Uhr brachen wir Richtung Heimat auf. Noch kurz ein Halt am
Autohof, wegen dem Wetter war Frühstück unterwegs angesagt.
Weiter ging’s mit deltamax -2 (hihi) bis kurz vors Kirchheimer Dreieck.
Für mich war’s Zeit mich zu verabschieden. Während wir dort
standen kam dass Stauende immer näher und wir hatten später
noch einige Zeit Stop and Go. Beim abbiegen auf die A7 machte sich schon
ein wenig Wehmut bei mir breit, aber wie ich später erfuhr ging’s
Anderen nicht anders. Alles in allem ein klasse Urlaub, --- Algerien !!!
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